Wie groß ist die Subscription Economy?
Die Abonnementwirtschaft ist in den letzten neun Jahren um über 435 % gewachsen und wird voraussichtlich weiterhin diesen Aufwärtstrend verfolgen. Digitale Abonnements übertreffen bei einigen großen Verlagshäusern bereits die Erlöse aus Printmedien, und Mather Economics geht davon aus, dass rein digitale Abonnements spätestens bis 2027 die Printabonnements überholen werden.
Hohe Abonnementerlöse sind nicht nur großen Verlagen vorbehalten. Die zunehmende Verbreitung von Abonnementlösungen und -software ermöglicht es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), eine Vielzahl von Abonnementmodellen einzuführen, unterstützt durch leistungsstarke Technologien, die speziell für Verlage entwickelt wurden.
Große Plattformen wie Twitter und Facebook haben das Potenzial erkannt und in den letzten Jahren eigene Abonnementprodukte auf den Markt gebracht. Die Newsletter-Plattform Substack erreichte im November letzten Jahres eine Million zahlender Abonnenten. Laut UBS wird erwartet, dass die Abonnementwirtschaft bis 2025 auf 1,5 Billionen US-Dollar anwächst, was einer Verdopplung des derzeit geschätzten Werts von 650 Milliarden US-Dollar entspricht.
Welchen Wert haben Abonnements?
McKinsey prognostiziert branchenübergreifend Chancen im Bereich von 1,7 Billionen bis 3 Billionen US-Dollar für abonnementbasierte Geschäftsmodelle. Eine Analyse von FTI Consulting geht davon aus, dass die Umsätze aus Abonnements in den nächsten fünf Jahren deutlich schneller wachsen werden als Werbeeinnahmen.
Der ARPV (durchschnittlicher Umsatz pro Abonnent) übertrifft bereits den ARPV aus werbebasierten Modellen. Die Einnahmen aus bezahlten Abonnements der New York Times sind siebenmal so hoch wie die Einnahmen eines reinen Werbekonsumenten. Darüber hinaus sind Abonnements besonders wertvoll, da sie eine planbare und konstante Einnahmequelle für die Anbieter darstellen. Dies ist insbesondere für kleine und mittlere Verlage von Vorteil, da sie so ihre Wachstumsprognosen und -planungen deutlich präziser gestalten können.
Abonnements bieten Verlagen zudem die Möglichkeit, eine echte und langfristige Beziehung zu ihrer Zielgruppe aufzubauen. Abonnenten sind eine wertvolle Quelle für First-Party-Daten, die es Verlagen ermöglichen, das Nutzererlebnis durch personalisierte Inhaltsvorschläge zu verbessern und ihre Content-Strategie gezielt an den Präferenzen des Publikums auszurichten.
Was treibt die Zukunft von Abonnements an?
Die Zukunft des Abonnements: Was erwartet uns?
Wie spricht man die Generation Z an?
Wie machen Sie Ihr digitales Verlagsgeschäft zukunftssicher?
Falls es noch nicht offensichtlich ist: Digitale Verlage, die sich bislang nicht mit Abonnements beschäftigt haben, laufen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass Abonnements zum Dreh- und Angelpunkt des digitalen Publishings werden. Schon bald wird es jedoch nicht mehr nur darum gehen, einfach „ein Abonnement zu haben“, sondern um die Qualität, den Mehrwert, den Zugang und das Maß an Personalisierung, das in den Abonnementprodukten steckt. Digitale Verlage sind gut beraten, agil zu bleiben und offen für schnelle Veränderungen zu sein – insbesondere, da sich die Branche auf unbekanntes Terrain begibt.
FAQs zur Zukunft von Abonnements
1.
Welche Branchen sind vom Abonnementmodell am stärksten betroffen?
Obwohl der Schwerpunkt auf dem digitalen Verlagswesen liegt, setzen auch Branchen wie Unterhaltung, Software und Bildung zunehmend auf Abonnementmodelle.
2.
Wie können Verlage der Abonnement-Müdigkeit entgegenwirken?
Personalisierte Inhalte und eine aktive Einbindung der Abonnenten können helfen, Abonnement-Müdigkeit zu reduzieren und die Kundenbindung zu stärken.
3.
Welche Technologien sind für den Erfolg von Abonnements entscheidend?
Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und leistungsfähige Datenanalysetools sind unerlässlich, um das Verhalten von Abonnenten zu verstehen und Angebote zu personalisieren.