Zukünftige Trends im Auftragsmanagement

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Eine Person tippt auf einem Laptop, umgeben von verschiedenen Diagrammen und Grafiken auf dem Tisch, die Datenanalyse oder Business Analytics darstellen.

Mit dem Wandel der Technologie und steigenden Kundenerwartungen verändern sich die Trends im Auftragsmanagement rasant und prägen maßgeblich die Arbeitsweise von Unternehmen in der digitalen Wirtschaft. Wer in einem zunehmend wettbewerbsintensiven und schnelllebigen Marktumfeld erfolgreich sein möchte, muss diesen Entwicklungen stets einen Schritt voraus sein.

Für die Zukunft erwarten wir, dass neue Technologien und Trends das Auftragsmanagement noch profitabler und effizienter gestalten werden.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung

Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung erhöhen die Genauigkeit und unterstützen Sie dabei, Ihr Unternehmen intelligenter zu führen. Gemeinsam schaffen sie intelligentere, schnellere und effizientere Arbeitsabläufe über den gesamten Auftragslebenszyklus hinweg.Die Optimierung Ihrer Workflows verhindert Verschwendung und beseitigt Redundanzen in Ihrem Auftragsmanagementsystem. Dafür ist jedoch ein fundiertes Verständnis der Ursachen von Ineffizienzen erforderlich, was eine gründliche Überprüfung Ihrer bestehenden Auftragsmanagementprozesse voraussetzt.

Tools zur Workflow-Visualisierung können hierbei unterstützen. Nutzen Sie Prozess-Mapping-Dienste, Flussdiagramme oder visuelle Stream-Mapping-Methoden, um tiefere Einblicke in Ihre Auftragsworkflows und deren Auswirkungen auf Ihre Kunden zu gewinnen.

Die Optimierung von Workflows ist eine bewährte Methode im Auftragsmanagement, doch Automatisierung hebt diese Effizienz auf ein neues Niveau. Da immer mehr Unternehmen auf ein wiederkehrendes Geschäftsmodell umstellen, ist es wichtig, zu überlegen, wie sich bestimmte Automatisierungs- und KI-Ebenen in das Auftragsmanagement integrieren lassen.

Der Kundenlebenszyklus ist bei Abonnements kürzer, und jede Bestellung kann zu einer wiederkehrenden Kundenbeziehung führen. Automatisierung und KI helfen, die Zeit für die Auftragserfassung zu verkürzen und Kosten zu sparen. Ganz zu schweigen von der Verbesserung des Kundenerlebnisses.

Automatisierung und KI lassen sich problemlos über KI-gestützte virtuelle Agenten von Drittanbietern in Ihr Auftragsmanagementsystem integrieren. Diese Services verbinden sich über eine Programmierschnittstelle (API) mit dem CRM- oder Warenwirtschaftssystem eines Unternehmens. Sie greifen wie ein Live-Agent auf die Auftragsmanagementdaten zu und automatisieren beispielsweise die Auftragserfassung, Retouren und vieles mehr.

KI und Automatisierung eignen sich ideal für: 

  • Auftragsrouting: KI-Algorithmen bestimmen die schnellsten und kosteneffizientesten Versandwege. KI kann sogar sicherstellen, dass Bestellungen vom optimalen Standort aus versendet werden, um Versandzeiten und -kosten zu minimieren.
  • Bedarfsprognosen: KI analysiert zudem historische Daten und Markttrends, um die zukünftige Nachfrage vorherzusagen. Sorgen um Über- oder Unterbestände gehören der Vergangenheit an – mit dieser Technologie halten Unternehmen automatisch optimale Lagerbestände.
  • Kundenservice: Kundendienstmitarbeitende bleiben weiterhin notwendig, doch KI-Chatbots können als erste Anlaufstelle für Serviceanfragen dienen. Bereits heute beantwortet diese Technologie einfache Fragen zum Bestellstatus und zu Lieferupdates; künftig wird sie auch immer komplexere Kundenanliegen bearbeiten können.
  • Dynamische Preisgestaltung: Wenn Ihr Unternehmen mit dynamischer Preisgestaltung arbeitet, nimmt KI das Rätselraten bei der Kalkulation von Preisen und Aktionen ab. Sie analysiert das Kundenverhalten, Wettbewerber und die allgemeinen Marktbedingungen, um passende Preise zu empfehlen.
Schwarz-weiß-Abbildung verschiedener Wellenformen oder Datenvisualisierungen. Linien und Punkte im Bild deuten auf Schwankungen und Muster hin.

Blockchain im Auftragsmanagement

Blockchain ist dank des Booms von Kryptowährungen zu einem bekannten Begriff geworden, doch diese Technologie kann weit mehr als nur Bitcoin. Blockchain entwickelt sich zu einem immer beliebteren Trend im Auftragsmanagement, da sie eine lückenlose Nachverfolgbarkeit gewährleistet. Tatsächlich setzen heute 10 % der Anbieter in der Lieferkette auf Blockchain, und 68 % planen, die Technologie künftig einzusetzen. 

Vom Auftragseingang bis zur Auslieferung bietet Blockchain eine unveränderliche Dokumentation aller Aktivitäten in Echtzeit. Die Implementierung ist vergleichsweise einfach, sie schafft eine zentrale, verlässliche Informationsquelle für alle Beteiligten und minimiert das Betrugsrisiko. Zudem kann sie die Einhaltung ethischer Beschaffungsstandards und umweltfreundlicher Praktiken nachweisen. 

Dieser Trend im Auftragsmanagement erfordert Blockchain-Expertise, ermöglicht jedoch die Optimierung folgender Bereiche: 

  • Auftragsverfolgung: Blockchain dokumentiert jeden Schritt im Bestellprozess und bietet Kundinnen und Kunden eine bisher unerreichte Transparenz über den Status ihrer Bestellung. 
  • Lieferkettenverfolgung: Viele Produkte werden zur Kostensenkung global gefertigt, doch die Transparenz geht oft verloren, sobald Materialien internationale Grenzen überschreiten. Mit Blockchain lassen sich Herkunft und Bewegungen von Waren lückenlos überwachen und die Qualität sowie Echtheit nachweislich belegen. 
  • Smart Contracts: Selbstausführende Verträge sind ein beliebtes Feature der Blockchain-Technologie und lösen Zahlungen oder Versandfreigaben automatisch aus, sobald eine Bestellung vordefinierte Bedingungen erfüllt. Anstatt auf eine manuelle Freigabe durch Mitarbeitende zu warten, kann das System automatisch agieren und so die Auftragsabwicklung weiter beschleunigen. 
  • Betrugsprävention: Von undurchsichtiger Beschaffung bis hin zu unautorisierten Abbuchungen – Betrug ist leider Teil des Geschäftslebens. Blockchain verhindert Betrug, indem sie unautorisierte Transaktionen von vornherein unmöglich macht. Sollte es dennoch zu Betrugsfällen kommen, lässt sich der Ursprung nahezu in Echtzeit identifizieren und schnelle Gegenmaßnahmen einleiten.

Zukünftig erwarten Expertinnen und Experten, dass Blockchain durch IoT-fähige Geräte noch detailliertere Einblicke ermöglicht – von Versanddaten bis hin zu Gerätetemperaturen. Auch die Tokenisierung gilt als spannender Trend, um Bestände nahtlos zu verfolgen, ohne auf physische Inventuren angewiesen zu sein.

Ein Mann im Anzug und mit Brille schaut während der Arbeit an einem Laptop in einem modernen Büro auf seine Armbanduhr.

Sprachgesteuerte und mobile Lösungen

Wenn Sie physische Produkte an Ihre Kunden versenden, wissen Sie, wie viel Aufwand das Kommissionieren und Verpacken bedeutet. Glücklicherweise machen sprachgesteuerte und mobile Lösungen es den Mitarbeitenden deutlich leichter, schneller und effizienter zu arbeiten.

Sprachgesteuerte und mobile Lösungen nutzen Spracherkennungstechnologie und mobilfreundliche Plattformen, um die Prozesse im Auftragsmanagement zu optimieren. Diese Lösungen ermöglichen es Unternehmen und Kunden, über Sprachbefehle oder mobile Endgeräte mit den Bestellsystemen zu interagieren, wodurch Auftragserfassung, Nachverfolgung und Aktualisierungen effizienter werden.

Dieser Trend im Auftragsmanagement ist ein großer Gewinn für die Barrierefreiheit und macht das Auftragsmanagement für mobile Mitarbeitende deutlich einfacher. Hands-free-Optionen erleichtern die Navigation und das Auffinden von Artikeln, und es ist ein zusätzlicher Vorteil, dass diese Systeme den Mitarbeitenden Echtzeit-Zugriff auf Auftragsinformationen bieten.

Die Integration sprachgesteuerter Lösungen mit Augmented Reality oder Virtual Reality (AR/VR)-Technologien kann die Schulungskosten um bis zu 30 % senken und die Mitarbeiterbindung um 40 % steigern.

Es ist zu erwarten, dass immer mehr Unternehmen diesen Trend im Auftragsmanagement aufgreifen werden, zum Beispiel durch:

  • Sprachgesteuerte Bestellungen: Auf Kundenseite können Käufer Sprachassistenten wie Alexa, Google Assistant oder Siri nutzen, um Bestellungen aufzugeben, Verfügbarkeiten zu prüfen oder regelmäßig gekaufte Artikel nachzubestellen. Auf Unternehmensseite können Mitarbeitende Sprachbefehle im Auftragsmanagementsystem nutzen, um Zeit zu sparen.
  • Hands-free-Inventarverwaltung: Lagerpersonal verwendet sprachgesteuerte Systeme, um Bestände zu verwalten, Aufträge zu bearbeiten oder Artikel zu lokalisieren, ohne Geräte oder zusätzliche Bildschirme bedienen zu müssen.
  • Mobile Kundenportale: Kundenportale sind eine hervorragende Möglichkeit, die Kommunikation zu optimieren. Erstellen Sie mobilfreundliche Portale, in denen Kunden ihre Bestellhistorie einsehen, Rücksendungen initiieren oder Bestellungen mit nur einem Fingertipp ändern können.
  • Sprachanalysen und Berichte: Führungskräfte nutzen Sprachbefehle, um Berichte zu erstellen oder KPIs im Zusammenhang mit Auftragsperformance und -abwicklung abzurufen.
    Sowohl Unternehmen als auch Kunden werden vermutlich auch künftig Bildschirme nutzen, doch dieser Trend im Auftragsmanagement zeigt klar die wachsende Präferenz für bildschirmfreie Interaktionen. Etwas mehr als 20 % der Bevölkerung nutzen Sprachassistenten – kein Wunder also, dass heute 8,4 Milliarden Assistenten im Einsatz sind.

Nachhaltigkeit und grüne Logistik

 Nachhaltigkeit und grüne Logistik konzentrieren sich darauf, die Umweltbelastung im Auftragsmanagement zu reduzieren und gleichzeitig Effizienz und Kosteneffektivität zu gewährleisten. Dazu gehören Maßnahmen wie umweltfreundliche Verpackungen, die Optimierung von Lieferwegen zur Senkung von Emissionen sowie die verantwortungsbewusste Beschaffung von Materialien. 

Das Beste an diesem Trend im Auftragsmanagement ist, dass das, was gut für die Umwelt ist, auch dem Unternehmensergebnis zugutekommt. Beispielsweise reduziert weniger Verpackung nicht nur Abfall, sondern senkt auch die Kosten – eine klassische Win-win-Situation. Zudem geben 78 % der Verbraucher an, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist. Wer diesen Trend im Auftragsmanagement aufgreift, kann sich also besser an den Erwartungen der Kunden orientieren. 

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Nachhaltigkeit im gesamten Auftragsmanagementprozess zu integrieren, unter anderem: 

Umweltfreundliche Verpackungen: Umstellung auf biologisch abbaubare, recycelbare oder wiederverwendbare Verpackungen. Die Reduzierung von Verpackungsgröße und -gewicht minimiert zudem die Herstellungs- und Versandkosten. 

Routenoptimierung: KI-gestützte Tools können die effizientesten Lieferwege identifizieren und so den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen senken. 

Energieeffizienz: LED-Leuchtmittel, wassersparende Armaturen und Solaranlagen sind umweltfreundliche Ergänzungen für jede Betriebsstätte. 

Kompensation von CO₂-Emissionen: Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, den CO₂-Fußabdruck ihrer Lieferung oder ihres Abonnements auszugleichen. Diese Spenden fließen direkt in Umweltprojekte und helfen, die Auswirkungen des Versands zu kompensieren.

Jede Organisation definiert Nachhaltigkeit anders. Am wichtigsten ist, dass Ihr Unternehmen konsequent und authentisch handelt. Kunden durchschauen Greenwashing sehr schnell – seien Sie daher ehrlich in Ihren Bemühungen, nachhaltiger zu werden.