Wie Verlage Erstpartei-Daten nutzen können, um Umsätze zu steigern
Was sind First-Party-Daten?
- Personenbezogene Daten wie Name, Alter und Standort
- Analysedaten, einschließlich besuchter URLs und verwendeter Browser/Endgeräte
- Spezifische Onsite-Aktionen und Verhaltensweisen
- Zahlungs- und Kaufhistorie.
Wie sammelt man First-Party-Daten?
- Anreize schaffen – Besucher durch Zugang zu Premium-Inhalten, Angebote und Rabatte zur Datenfreigabe motivieren.
- Reibungslose Anmeldeprozesse – Publisher, die eine Anmeldung über bestehende Social-Media-Konten ermöglichen, machen den Einstieg attraktiver. Je einfacher der Prozess, desto besser.
- Interessenbasierte Newsletter – Mehrere, auf spezifische Interessen und Bedürfnisse zugeschnittene Newsletter sammeln mehr E-Mail-Adressen und ermöglichen es Publishern, Segmente gezielt zu adressieren und zu monetarisieren.
- Interaktive Inhalte – Quizze und Challenges bieten Möglichkeiten zur Interaktion mit Abonnenten.
- Selektives Content-Locking – Nutzen Sie Google Analytics, um herauszufinden, welche Seiten auf Ihrer Website die meisten Aufrufe und die höchste durchschnittliche Verweildauer haben.
- Progressives Profiling – Es ist sehr wichtig, Vertrauen zu den Nutzern aufzubauen und sie nicht zu überfordern. Sammeln Sie Daten schrittweise über mehrere Kontaktpunkte hinweg.
Wie können Publisher First-Party-Daten nutzen?
Personalisierte Erlebnisse zur Steigerung der Nutzerbindung nutzen
Ein Beispiel: Das Wall Street Journal (WSJ) ermöglicht es Nutzern, Profile basierend auf ihren Nachrichteninteressen zu erstellen. So werden gezielte Empfehlungen ausgesprochen und Leser auf relevante Inhalte hingewiesen. Nutzer erhalten zudem eine personalisierte Startseite mit einem kuratierten Newsfeed.
Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit diesem Thema lesen Sie den Artikel „How to personalize subscription journeys for revenue growth“.
Abonnementangebote auf verschiedene zahlende Zielgruppen zuschneiden
Das WSJ und ein weiteres Verlagshaus, die New York Times, setzen nicht mehr auf Einheits-Paywalls. Beide nutzen dynamische Varianten und erkennen, dass Flexibilität ein wichtiger Hebel ist, um Zielgruppen zu gewinnen, die normalerweise nicht für Inhalte zahlen würden.
Wenn Ihre Leser beispielsweise kontinuierlich Artikel aus einer bestimmten Kategorie aufrufen, können Sie die Conversion-Rate verbessern, indem Sie die Paywall-Kommunikation entsprechend anpassen. Sie können auch andere Daten nutzen, um die Zahlungsbereitschaft der Nutzer einzuschätzen und zu entscheiden, ob und wie Sie Ihre Paywalls anpassen sollten.
Beispielsweise konvertieren Nutzer, die über E-Mails auf Ihre Seite gelangen, häufiger als solche, die von Facebook kommen. Ein Newsletter-Abonnement ist daher meist eine bessere Investition als der Versuch, Facebook-Besucher zur Registrierung zu bewegen.
Hochgradig zielgruppenspezifische Segmente bereitstellen
Newsletter-Abonnements ausbauen

Lifecycle-Marketing optimieren
Publisher sollten personalisierte Onsite-CTAs oder Re-Engagement-E-Mails einsetzen, die dem jeweiligen Stand eines Abonnenten im Lebenszyklus entsprechen. Steht beispielsweise eine Verlängerung des Abonnements an, sollten diese Maßnahmen gezielt darauf eingehen.
First-Party-Daten ermöglichen es Ihnen zu erkennen, ob Nutzer aktiv Inhalte aus mehreren Kategorien konsumieren oder sich nur für eine interessieren. In beiden Fällen können Sie Verlängerungsaufrufe gezielt gestalten, um den Konsum über verschiedene Kategorien hinweg zu fördern. Oder Sie erinnern einen Abonnenten an das „eine Thema“, das ihm wirklich fehlen würde, falls er sich gegen eine Verlängerung entscheidet.