Wiederkehrende Gewinnmargen sind einfach die Differenz zwischen Ihren wiederkehrenden Einnahmen und Ihren wiederkehrenden Kosten. Die Nutzung dieser SaaS-Kennzahl ist entscheidend. Warum? Je höher die wiederkehrenden Kosten, desto weniger Kapital steht Ihnen zur Verfügung – also weniger, das Sie als Gewinn verbuchen oder in einmalige Wachstumsaufwendungen investieren können. Schauen wir uns das an einem Beispiel an.
Sie haben nun 90 US-Dollar zur Verfügung. Doch es gibt einige natürliche, wiederkehrende Geschäftskosten, die diesen Betrag schnell schmälern werden.
Sie müssen Geld ausgeben, um Ihre Dienstleistung zu erbringen und so die wiederkehrenden Einnahmen zu erzielen, die Sie für das Wachstum Ihres Unternehmens benötigen – Stichwort: COGS (Cost of Goods Sold, auf Deutsch: Herstellungskosten). Für ein SaaS-Unternehmen wären dies beispielsweise die Kosten für die Wartung Ihres Rechenzentrums. Nehmen wir an, Sie geben hier 20 US-Dollar aus.
Hinzu kommen allgemeine Verwaltungs- und Betriebskosten (G&A), die allein dafür anfallen, dass Ihr Unternehmen weiterläuft – im wahrsten Sinne des Wortes, um die Lichter anzulassen. Dazu gehören zum Beispiel die Miete für Ihre Büroräume und die Gehälter Ihres Finanzteams. Nehmen wir an, Sie investieren hier 10 US-Dollar.
Und was ist mit Forschung und Entwicklung (F&E)? Das ist zwar in der Regel kein wiederkehrender Kostenblock, aber wir sehen, dass die F&E-Abteilungen der meisten Unternehmen im Zeitverlauf nicht stark schwanken – anders als beispielsweise das Marketing. Planen wir also 20 US-Dollar für Ihre wiederkehrenden F&E-Kosten ein.
Sie sind den Berechnungen sicher schon voraus, aber diese wiederkehrenden Kosten lassen Ihnen 40 US-Dollar übrig – das entspricht einer wiederkehrenden Gewinnmarge von 40 %. Und dann beginnt der Zyklus von vorn – jetzt wissen Sie, wie viel Sie wieder in Wachstum investieren oder als Gewinn für das Jahr verbuchen können.