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Was ist kostenorientierte Preisgestaltung?

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Was ist kostenorientierte Preisgestaltung?

Die kostenorientierte Preisgestaltung ist eine unkomplizierte Strategie, bei der Unternehmen den Verkaufspreis festlegen, indem sie Produktions-, Herstellungs- und Vertriebskosten einbeziehen. Dabei wird auf die Gesamtkosten der Herstellung und Lieferung des Produkts ein prozentualer Aufschlag addiert. Diese Methode gilt als eine der einfachsten Möglichkeiten zur Preisbestimmung und bietet zwei Ansätze: die Vollkosten- und die Teilkostenpreisgestaltung.

Bei der Vollkostenpreisgestaltung werden sowohl fixe als auch variable Kosten zusammen mit einem prozentualen Aufschlag berücksichtigt. Diese Methode bietet eine genauere Abbildung aller Aufwendungen, ist jedoch in der Berechnung komplexer.

Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Teilkostenpreisgestaltung ausschließlich auf die direkten bzw. variablen Kosten, die mit der Produktion und dem Vertrieb des Produkts verbunden sind, wie Material- und Lohnkosten. Dieser Ansatz ist einfacher, kann jedoch zu einer geringeren Gewinnspanne für Unternehmen führen.

Ein wichtiger Erfolgsmaßstab für die Kostenaufschlagskalkulation ist das Gleichgewicht zwischen Grenzerlösen und Grenzkosten. Im Vergleich zur wertorientierten Preisgestaltung ist die kostenorientierte Preisgestaltung benutzerfreundlicher und stellt die einfachste Preisstrategie dar.

Das Wesentliche der kostenorientierten Preisstrategie

Die kostenorientierte Preisstrategie zielt in erster Linie auf die Maximierung des Gewinns ab. Diese Methode umfasst die Bewertung der Produktionskosten eines Produkts und anschließend das Hinzufügen eines Gewinnaufschlags zur Festlegung des endgültigen Verkaufspreises. Ziel ist es, sicherzustellen, dass das Unternehmen eine Gewinnspanne erzielt, die mit seiner angestrebten Rendite übereinstimmt.

Im Umfeld verschiedener Preisstrategien ist es wichtig, auch auf die wertorientierte Preisgestaltung einzugehen. Dieser alternative Ansatz basiert darauf, Preise auf Grundlage der Wahrnehmung eines Produkts oder einer Dienstleistung durch den Verbraucher festzulegen. Da jedoch die Orientierung an Wahrnehmungen nicht immer die beste Methode zur Preisfindung ist, kann die kostenorientierte Preisgestaltung eine präzisere Alternative darstellen.

Im Kern ist die kostenorientierte Preisgestaltung eine Strategie, bei der ein Unternehmen einen Aufschlag auf die Produktions- und Herstellungskosten berechnet, um den Verkaufspreis des Produkts zu bestimmen. Dies beinhaltet häufig die Anwendung eines festen Prozentsatzes auf die Produktionskosten pro Einheit. Bemerkenswert ist, dass die Kostenaufschlagskalkulation weder die Preise der Wettbewerber noch die Nachfrage berücksichtigt, was sie von der wertorientierten Preisgestaltung unterscheidet.

Bei der Berechnung kostenorientierter Preise spielen mehrere Elemente eine Rolle, darunter Material, Gemeinkosten und Arbeitskosten. Nachdem die Gesamtsumme ermittelt wurde, wird sie mit eins multipliziert und der festgelegte Aufschlag hinzugerechnet. Diese unkomplizierte, aber effektive Strategie bildet das Fundament der Kalkulation kostenorientierter Preise und bietet Unternehmen einen klaren Weg, um das richtige Gleichgewicht zwischen Kostenaspekten und Gewinnzielen zu finden.

Die kostenorientierte Preisgestaltung ist eine unkomplizierte Strategie, bei der Unternehmen den Verkaufspreis festlegen, indem sie Produktions-, Herstellungs- und Vertriebskosten einbeziehen. Dabei wird auf die Gesamtkosten der Herstellung und Lieferung des Produkts ein prozentualer Aufschlag addiert. Diese Methode gilt als eine der einfachsten Möglichkeiten zur Preisbestimmung und bietet zwei Ansätze: die Vollkosten- und die Teilkostenpreisgestaltung.

Bei der Vollkostenpreisgestaltung werden sowohl fixe als auch variable Kosten zusammen mit einem prozentualen Aufschlag berücksichtigt. Diese Methode bietet eine genauere Abbildung aller Aufwendungen, ist jedoch in der Berechnung komplexer.

Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Teilkostenpreisgestaltung ausschließlich auf die direkten bzw. variablen Kosten, die mit der Produktion und dem Vertrieb des Produkts verbunden sind, wie Material- und Lohnkosten. Dieser Ansatz ist einfacher, kann jedoch zu einer geringeren Gewinnspanne für Unternehmen führen.

Ein wichtiger Erfolgsmaßstab für die Kostenaufschlagskalkulation ist das Gleichgewicht zwischen Grenzerlösen und Grenzkosten. Im Vergleich zur wertorientierten Preisgestaltung ist die kostenorientierte Preisgestaltung benutzerfreundlicher und stellt die einfachste Preisstrategie dar.

Analyse der Vorteile der kostenorientierten Preisgestaltung

Kostenorientierte Preisstrategien bieten überzeugende Vorteile, die Unternehmen maßgeblich beeinflussen können. Die Einfachheit und der schnelle Weg zur Rentabilität machen diesen Ansatz zu einer pragmatischen Wahl.

  • Leichte Berechnung: Ideal für Unternehmen mit kleinen Teams und begrenzten Ressourcen, erfordert die kostenorientierte Preisgestaltung nur minimalen Marktforschungsaufwand. Der Bedarf an umfangreichen Daten entfällt, sodass sie sich besonders für Unternehmen eignet, die ohne umfassende Informationen mit der Preisstrategie starten.

  • Erleichtert Produkteinführungen: Als intern ausgerichtete Methode eignet sich die kostenorientierte Preisgestaltung hervorragend für die Einführung neuer Produkte. Sie bietet einen Basispreis, der mithilfe gesammelter Daten und neuer Markteinblicke angepasst werden kann.

  • Gewinnsicherung: Das Grundprinzip der kostenorientierten Preisgestaltung ist die Preisfindung auf Basis der Produktkosten, wodurch bei jedem Verkauf ein Gewinn sichergestellt wird. Diese Zuverlässigkeit ergibt sich aus der Deckung der Produktionskosten zuzüglich der gewünschten Gewinnspanne.

  • Preis­stabilität und Risikominderung: Kostenorientierte Preisgestaltung trägt zur Preisstabilisierung bei und reduziert das Risiko von nachteiligen Situationen wie Preiskämpfen mit Wettbewerbern. Zwar werden Preiskämpfe vermieden, jedoch kann dies die Fähigkeit einschränken, Kunden mit aggressiven Preisen zu gewinnen – somit entsteht ein Ausgleich zwischen Chancen und Umsatz.

  • Schutz vor Volatilität: Gerade in volatilen Branchen (z. B. Technologie, Rohstoffe) kann die kostenorientierte Preisgestaltung als Puffer gegen plötzliche Veränderungen wirken. Sie sorgt für Rentabilität, indem sie Stabilität in schwankenden Märkten bietet.

  • Effektive Grundlage für Tests: Dient als praktischer Ausgangspunkt für die Preisoptimierung und ermöglicht es Unternehmen, Marktreaktionen zu messen. Die durch kostenorientierte Preisgestaltung gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die Entwicklung anspruchsvollerer Preisstrategien.

  • Einfache Umsetzung: Viele Unternehmen bevorzugen die kostenorientierte Preisgestaltung, da sie sich im Vergleich zur wertorientierten Preisgestaltung einfach berechnen lässt. Während die wertorientierte Preisgestaltung auf dem wahrgenommenen Produktwert basiert und umfangreiche Marktforschung erfordert, fokussiert sich die kostenorientierte Preisgestaltung auf eine unkomplizierte prozentuale Berechnung, was fundierte Preisentscheidungen erleichtert.

 

Die Vorteile der kostenorientierten Preisgestaltung gehen über die reine Einfachheit hinaus. Sie bietet Unternehmen eine strategische Grundlage für den Markteintritt, Anpassungsfähigkeit und Profitabilität in dynamischen Geschäftsumfeldern.

Die Fallstricke: Herausforderungen der kostenorientierten Preisgestaltung

Auch wenn die kostenorientierte Preisgestaltung einen unkomplizierten Ansatz bietet, bringt sie inhärente Herausforderungen mit sich – insbesondere im Hinblick auf Nachfrage, Effizienz und Wettbewerb.

  • Keine Berücksichtigung von Wettbewerbern oder Nachfrage: Einer der Hauptnachteile der kostenorientierten Preisgestaltung ist die Vernachlässigung von Wettbewerbern und Marktnachfrage. Unternehmen, die sich ausschließlich auf Produktionskosten stützen, laufen Gefahr, von Mitbewerbern unterboten zu werden, Kunden zu verlieren und Geschäftseinbußen zu erleiden. Diese Strategie kann zu Preisentscheidungen führen, die sich im dynamischen Marktumfeld als ineffektiv erweisen.

  • Keine Verkaufsgarantie: Obwohl pro Verkauf eine Rentabilität sichergestellt wird, garantiert eine kostenorientierte Strategie nicht, dass Kunden den festgelegten Preis akzeptieren. Dies kann zu Über- oder Unterpreisungen führen, was wiederum zu verlorenen Verkäufen und Umsatzeinbußen führt. Die Diskrepanz zwischen kostenorientierter Preisgestaltung und der Zahlungsbereitschaft der Kunden stellt eine erhebliche Herausforderung dar.

  • Keine Berücksichtigung des wahrgenommenen Werts: Eine grundlegende Einschränkung des kostenorientierten Modells ist die Annahme, dass Kunden ausschließlich die Produktionskosten berücksichtigen. Dadurch werden die vielfältigen Faktoren, die die Wertwahrnehmung des Kunden in Bezug auf den Produktpreis beeinflussen, außer Acht gelassen. Das Ignorieren dieser Elemente kann die Wettbewerbsfähigkeit am Markt beeinträchtigen.

  • Fertigungseffizienz: Wenn Unternehmen wissen, dass die Produktionskosten gedeckt sind, fehlt möglicherweise der Anreiz, Produktionsprozesse zu optimieren und Herstellungskosten zu senken. Dies kann zu betrieblichen Ineffizienzen führen und die Wettbewerbsfähigkeit in Branchen mindern, in denen Effizienz ein entscheidender Faktor ist.

 

Die zwei Kategorien der kostenorientierten Preisgestaltung

Kostenorientierte Preisgestaltungsmodelle lassen sich üblicherweise in zwei Kategorien einteilen, die jeweils unterschiedliche Ansätze zur Preisbestimmung bieten:

1. Kostenaufschlagskalkulation

Die Kostenaufschlagskalkulation, auch als „Aufschlagskalkulation“ bezeichnet, zählt zu den einfachsten und dennoch effektiven kostenbasierten Preisstrategien. Das Grundprinzip ist einfach: Ein Produkt wird zu einem höheren Preis verkauft als die für seine Herstellung angefallenen Kosten. Unternehmen, die dieses Modell anwenden, berechnen die Produktionskosten und fügen dann eine Gewinnspanne hinzu, um den endgültigen Verkaufspreis festzulegen. Das Nichtbeachten der Produktnachfrage und der Preise der Wettbewerber kann jedoch eine Einschränkung darstellen und zu Fehlkalkulationen sowie verpassten Gewinnmöglichkeiten führen.

2. Break-Even-Preisgestaltung

Die Break-Even-Preisgestaltung, auch als Zielrenditepreisgestaltung bekannt, stellt eine weitere Facette der kostenbasierten Preisstrategie dar. Bei diesem Ansatz bestimmen Unternehmen ihren Verkaufspreis, indem sie die Herstellkosten des Produkts analysieren, um den Break-Even-Punkt zu identifizieren. Das Hauptziel besteht darin, zu ermitteln, wie viele Einheiten verkauft werden müssen, damit das Unternehmen die Gewinnschwelle erreicht und profitabel wird. Obwohl dieser Ansatz ein systematisches Vorgehen bietet, kann auch die Break-Even-Preisgestaltung – ähnlich wie die Kostenaufschlagskalkulation – externe Marktbedingungen außer Acht lassen, was die Bedeutung einer umfassenden Preisstrategie unterstreicht.

Beispiele für kostenorientierte Preisgestaltung

Die kostenorientierte Preisgestaltung findet in zahlreichen Branchen praktische Anwendung und verdeutlicht ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Geschäftsmodelle. Nachfolgend einige bemerkenswerte Beispiele für kostenbasierte Preisgestaltung:

1. Fertigung (B2B)

Die B2B-Fertigung ist ein herausragendes Beispiel für die Anwendung der kostenorientierten Preisgestaltung. In der Regel vertragsbasiert, nutzen Unternehmen in diesem Bereich das Kostenaufschlagsmodell, um die Herstellungskosten präzise zu erfassen. Durch die Einbeziehung einer Gewinnspanne erreichen sie eine Balance, die sowohl die Auftragsabwicklung als auch die Rentabilität sicherstellt.

2. Rohstoffbasierte Branchen (z. B. Öl und Gas)

Branchen, die mit Rohstoffen handeln – wie Öl und Gas – setzen häufig auf kostenorientierte Preisgestaltung. Der Preis für ein Barrel Rohöl ist eng mit den Produktionskosten verknüpft und umfasst Aufwendungen für Raffinierung, Transport und Förderung. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, Preise festzulegen, die ihrer Kostenstruktur entsprechen.

3. Veranstaltungen (z. B. Konzerte, Konferenzen)

Im Veranstaltungsmanagement nutzen Unternehmen die Break-Even-Preisgestaltung, um Verluste beim Ticketverkauf zu vermeiden. Durch die Ermittlung der Gesamtkosten für die Durchführung einer Veranstaltung – einschließlich Catering, Marketing und Mietkosten für Veranstaltungsorte – können Unternehmen einen Ticketpreis kalkulieren, der die Kostendeckung gewährleistet. Dieser strategische Ansatz ist für Veranstalter, die eine wirtschaftliche Tragfähigkeit anstreben, von zentraler Bedeutung.

4. Einzelhandel (einzigartige Produkte)

Bestimmte Einzelhandelsszenarien nutzen die kostenorientierte Preisgestaltung, insbesondere bei Produkten, bei denen Kunden die Herstellungskosten nachvollziehen können. Während große E-Commerce-Plattformen wie Amazon diesen Ansatz nicht für jedes Produkt verwenden, ist er bei einzigartigen Artikeln sinnvoll. Beispielsweise verleiht eine patentierte, feuchtigkeitsableitende Technologie in einem T-Shirt einen besonderen wahrgenommenen Mehrwert. Mit gezieltem Marketing empfinden Konsumenten einen höheren Preis als gerechtfertigt – was die Relevanz der Kostenaufschlagskalkulation im Einzelhandel für spezialisierte Produkte belegt.

Kostenorientierte Preisgestaltung in der Praxis: Branchenbeispiele im Überblick

Kostenorientierte Preisstrategien finden insbesondere bei Unternehmen Anklang, die Transparenz in ihrer Preisstruktur anstreben oder sich als Kostenführer positionieren möchten. Beispiele für Unternehmen, die kostenorientierte Preisgestaltung erfolgreich umsetzen, sind:

1. Walmart

Als bekanntes Beispiel für einen Niedrigkostenanbieter im Einzelhandel setzt Walmart gezielt auf kostenorientierte Preisgestaltung. Durch die Festlegung niedrigerer Preise verschafft sich Walmart einen erheblichen Wettbewerbsvorteil und zieht eine breite Kundschaft durch Kostensenkungen an. Dieser Ansatz – abgestimmt auf das Geschäftsmodell – unterstreicht die Bedeutung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Preisspanne und Verkaufsvolumen.

2. Ryanair

In der Luftfahrtbranche ist Ryanair ein Paradebeispiel für die effektive Nutzung der kostenorientierten Preisstrategie. Als Low-Cost-Carrier setzt Ryanair auf niedrige Preise, um sich im Wettbewerb abzuheben. Dieser Fokus auf Kosteneinsparungen ermöglicht höhere Verkaufszahlen und Gewinne, auch wenn die Gewinnmargen schmaler ausfallen. Der Erfolg von Ryanair verdeutlicht den strategischen Vorteil der kostenbasierten Preisgestaltung im Luftfahrtsektor.

3. Unternehmen mit höheren Kostenstrukturen

Auch Unternehmen mit höheren Produktionskosten können von kostenorientierter Preisgestaltung profitieren. Durch die Realisierung höherer Margen und Preise gelingt eine Balance zwischen Absatzmenge und Rentabilität. Dieser Ansatz, bei dem häufig die Kostenaufschlagskalkulation der wertorientierten Preisgestaltung vorgezogen wird, betont die Notwendigkeit realistischer Gewinnerwartungen. Entscheidend ist dabei die Preisfindung anhand interner Faktoren, selbst wenn externe Marktinformationen fehlen.

Die kostenorientierte Preisgestaltung ist eine vielseitige Strategie – sie unterstützt Unternehmen, die Transparenz, Kostenführerschaft oder den Umgang mit hohen Produktionskosten in den Mittelpunkt stellen. Die Balance zwischen Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit ist dabei ausschlaggebend.

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