Der Wandel von „Produkten“ zu „Ergebnissen“
Über Jahrzehnte war das Geschäftsmodell in der Fertigungs- und Hardwarebranche einfach: Ein Gerät wird gebaut, mit einmaligem Gewinn (CapEx) verkauft – und das war’s.
Das Internet der Dinge (IoT) hat dieses Modell grundlegend verändert. Heutige Kunden wollen nicht mehr nur Geräte kaufen, egal ob Krankenhäuser MRT-Geräte oder Fabriken Kompressoren erwerben. Sie erwarten Ergebnisse. Sie möchten für „Betriebszeit“, „Druckluft“ oder „Diagnosescans“ zahlen – nicht für das Asset selbst.
Um diesen Wandel zu meistern, müssen IoT-Unternehmen verbrauchsbasierte Preismodelle einführen. Die Umsetzung ist jedoch deutlich komplexer als nur ein neues Preisschild anzubringen; sie erfordert eine grundlegende Neuausrichtung der Wertschöpfung und der Umsatzgenerierung.
Warum IoT flexible Verbrauchsmodelle benötigt
Traditionelle Abonnementmodelle (d. h. feste monatliche Gebühren) sind für das IoT häufig unzureichend, da sie die variablen Kosten für Konnektivität und Daten nicht berücksichtigen.
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Für das Unternehmen: Sie müssen die Kosten für Cloud-Speicher und Mobilfunkkonnektivität abdecken. Wenn ein Gerät zehnmal mehr Daten verbraucht als erwartet, schmälert eine Pauschalgebühr Ihre Marge.
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Für den Kunden: Er möchte nur für das bezahlen, was er tatsächlich nutzt. Wenn eine Maschine einen Monat lang stillsteht, sollten die Kunden nicht den vollen Preis zahlen müssen.
Die technische Hürde: Datenmediation
Eine Preisstrategie zu definieren ist einfach. Sie umzusetzen ist schwierig. Die größte Herausforderung für IoT-Unternehmen ist die sogenannte Data Gravity.
Ein Gerätepark mit 50.000 Sensoren kann täglich 100 Millionen „Nutzungsereignisse“ erzeugen. Die meisten Abrechnungssysteme wären nicht in der Lage, dieses Volumen an Rohdaten zu verarbeiten. Bevor Sie nutzungsbasiert abrechnen können, müssen Sie diese Daten bereinigen, aggregieren und zuordnen.
Dieser Prozess wird als Mediation bezeichnet. Ohne eine leistungsfähige Mediationsebene scheitert Ihre Strategie an Systemabstürzen oder Umsatzverlusten.
Mehr dazu: Erfahren Sie in unserem Leitfaden Was ist IoT Billing? welche Architektur für diese Skalierung erforderlich ist.
3 bewährte Preismodelle für vernetzte Geräte
1. Hybrides Abonnement (Hardware + Service + Nutzung)
Dies ist der Goldstandard für Hardware-as-a-Service.
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Einmalig: Aktivierungsgebühr oder subventionierte Hardwarekosten.
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Wiederkehrend: Monatliche Plattformzugangsgebühr (z. B. 50 $/Monat).
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Nutzung: Zusatzgebühren für Daten oder Transaktionen (z. B. 0,05 $ pro GB über 10 GB hinaus).
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Am besten geeignet für: Minimierung von Risiken bei gleichzeitiger Nutzung von Ertragspotenzialen.
2. Prepaid-Drawdown („Das Wallet“)
Der Kunde kauft im Voraus Guthaben (z. B. 10.000 $). Während die Geräte Dienstleistungen (Daten, API-Aufrufe, Maschinenstunden) in Anspruch nehmen, wird das Guthaben in Echtzeit abgebucht.
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Am besten geeignet für: Verbesserung des Cashflows und Schaffung von Budgetsicherheit für Unternehmenskunden.
3. Ergebnisbasierte Preisgestaltung
Die Abrechnung erfolgt auf Basis des erzielten Ergebnisses.
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Beispiel: Schneider Electric stellt einen Großteil seines Geschäfts auf wiederkehrende Modelle mit flexibler Abrechnung um und ermöglicht so beratende sowie Remote-Monitoring-Services, die auf die Produkte aufgesetzt werden – anstelle von einmaligen Geräteverkäufen.
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Am besten geeignet für: Hochwertige Industrieanlagen, bei denen die Betriebszeit entscheidend ist.
Erfolg aus der Praxis: Schneider Electric
Die Herausforderung: Schneider Electric wollte über den reinen Hardwareverkauf hinausgehen und wiederkehrende digitale Kundenbeziehungen aufbauen.
Die Strategie: Das Unternehmen verfolgte einen „Total Monetization“-Ansatz und führte neue abonnement- und nutzungsbasierte Services ein, die auf die physischen Produkte aufgesetzt wurden.
Das Ergebnis: Durch den Einsatz einer flexiblen Abrechnungsplattform gelang Schneider Electric der erfolgreiche Wandel vom traditionellen Hardwaregeschäft zu einem Modell mit wiederkehrenden Umsätzen. Diese Architektur ermöglichte es, weltweit neue Beratungs- und Remote-Monitoring-Services einzuführen und Angebote individuell auf die Bedürfnisse der Kunden in über 100 Ländern zuzuschneiden, ohne bestehende Abläufe zu stören.
Umsetzung der Strategie: Der Technologie-Stack
Um diese Modelle einzuführen, benötigen Sie einen Technologie-Stack, der den gesamten „Order-to-Revenue“-Lebenszyklus für hybride Produkte abbilden kann.
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Mediations-Engine: Zur Erfassung von Rohdaten aus Sensoren.
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Rating-Engine: Zur Echtzeit-Bepreisung dieser Daten.
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Abonnementverwaltung: Zur Abwicklung der wiederkehrenden Pauschalgebühren.
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Automatisierte Umsatzrealisierung: Um die Einhaltung von ASC 606 auch bei variablen Umsätzen sicherzustellen.
Bauen Sie es nicht selbst.
Der Versuch, eine eigene Mediation- und Abrechnungs-Engine zu entwickeln, ist eine häufige Falle. Dies lenkt Ihr Entwicklungsteam von der Arbeit am eigentlichen Kernprodukt ab.
Lösung: Skalieren Sie Ihr Consumption-Modell mit einer Enterprise-IoT-Abrechnungsplattform.
Nächste Schritte
Bereit, Ihre vernetzten Geräte zu monetarisieren?
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Technischer Deep Dive: Lesen Sie „Was ist IoT Billing?“
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Anbieterauswahl: Vergleichen Sie die besten IoT-Abrechnungssoftwares